Alles geht immer so schnell vorbei
- 15. Dez. 2016
- 3 Min. Lesezeit

Nun... da hatte ich einen ganzen Blog und dann hat das Internet ihn verschluckt... Wahrscheinlich hatte ich mich einfach zu lange nicht eingeloggt und die Seite wurde daher aus dem Netz genommen. Trotzdem schade... Den einen oder anderen Text kann ich ja vllt. aufs Neue verfassen, wir werden sehen.
Jetzt sitz ich hier und habe zu viel Zeit zum Schreiben und auch zum Nachdenken. Kranksein ist schon ganz schön langweilig manchmal. Und das sagt Jemand, der nie Langeweile hat.
Das Jahr neigt sich den Ende zu und gerade habe ich bei meiner lieben Freundin von Catsitting Saar (grüüüßchen) einen kleinen Text darüber gelesen, dass man sich von seinen Haustieren jeden Tag verabschieden soll, als wäre es das letzte Mal, dass man sie sieht.
Im Grunde weiß man nie ob man überhaupt irgendjemanden jemals wieder sieht. Wenn ich mir das jeden Tag bewusst machen würde, wäre meine Verlustangst wohl ungeheuer groß...
Aber sie hat Recht. Nicht nur bei den Fellnasen (wobei auch wir letzte Woche Hamsterverlust zu beklagen hatten und meine Tochter noch immer sehr traurig ist...ich auch) .
Ich ertappe mich oft dabei meiner Tochter morgens hinterher zu schauen. Noch einen kurzen Moment einzufangen, bevor die Hektik des Alltags mich erfasst. Wie sie da Richtung Schule läuft und man mittlerweile auch mehr von ihr sieht, als nur den Ranzen und die Beine.
Dann denke ich so etwas wie..."Sie ist schon sooooo groß" oder " sie sieht sooo cool aus in dem Batman-Pulli"... Was auch immer mir dann durch den Kopf geht... es begleitet mich ein warmes Gefühl dabei und ein wehmütiges.
Zeit... etwas das mich schon lange fasziniert und beschäftigt und auch etwas das es eigentlich gar nicht gibt. Fast so wie Bielefeld.
Aber spätestens wenn wir Kinder haben... Merken wir, wie rasend schnell die Jahre vergehen. Und wir zanken uns oft wegen nichtigen Kleinigkeiten, wir verbringen viel Zeit damit aufzuräumen anstatt zu spielen und wir verbringen zu viel Zeit damit uns Sorgen zu machen und Dinge nach unseren Vorstellungen formen zu wollen. Im schlimmsten Fall versuchen wir das auch mit Menschen. Manchmal auch mit kleinen Menschen, die nichts mehr brauchen als das Gefühl, dass sie willkommen und geliebt sind.
Ich glaub diese Jahreszeit nennt sich nicht umsonnst "besinnlich". Wenn sich die ganze Natur zurück zieht und vielleicht alles um uns rum etwas leiser wird... da besinnt man sich dann auf Dinge, die einen so ganz wirklich am Herzen liegen.
Und es ist okay, dass wir das nicht jeden Tag vor Augen haben, aber wir sollten uns viel öfter die Zeit nehmen, uns den Menschen, die am allernächsten an uns dran sind, in die Augen zu schauen und sie wirklich wahrzunehmen. unsere Aufmerksamkeit ist auf so vieles gerichtet... verpassen wir dabei nicht auch oft gerade diese kleinen Momente, die so ein wohliges Grinsen im Bauch verursachen?
ich hab das Gefühl ich kreise viel zu oft um viel zu belanglose Probleme und könnte stattdessen auch einfach spielen. ich glaube nämlich dafür ist der Mensch gemacht. Zum lieben und zum spielen und zu erschaffen. Und das was am Ende im Herzen wirklich Bestand hat, sind die Beziehungen zu anderen Lebewesen die du erschaffst und wie tief du diese auch gelebt hast.
Wie oft fragst du dein Kind Dinge wie.
Wie siehst du das?
kannst du mir dabei helfen?
was hat dich heute glücklich gemacht?
möchtest du das ich dir dabei helfe?
wer war heute dein Freund?
was hat dich heute traurig gemacht?


















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